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Tourenskischuhe
Zum Ratgeber ↓Tourenskischuhe vom leichten Modell um 1.000 g bis zum Freetouring-Schuh mit Flex 130. Es zählen Passform, Gewicht und deine Bindung.
Ratgeber
Tourenskischuhe
Für die meisten Skitouren passt ein Allround-Tourenskischuh mit 1.200 bis 1.600 g je Schuh, Flex 100 bis 120 und 60° Schaftrotation. Vorher muss er sitzen: in der Länge, in der Breite und in deiner Bindung.
Welcher Tourenskischuh passt zu mir?

Wie schwer sollte ein Tourenskischuh sein?
1.200–1.600 g
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Allround-Tourenskischuhe wiegen laut Dynafit 1.200 bis 1.600 g je Schuh. Leichte Modelle für lange Anstiege liegen bei 900 bis 1.200 g, Rennschuhe bei 500 bis 900 g.
Welchen Flex brauche ich?
Flex 100–120
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Der Flex beschreibt, wie steif der Schaft nach vorn ist. Für Touren passen meist 100 bis 120, für Freeride bis 130. Genormt ist der Wert nicht, er fällt je nach Hersteller anders aus.
Was sagt die Schaftrotation?
60°
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Die Schaftrotation gibt an, wie weit der Schaft im Gehmodus vor- und zurückschwingt. 60° reichen für einen natürlichen Schritt. Rennschuhe kommen auf bis zu 75°.
Wie finde ich meine Größe?
Fußlänge in cm
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Tourenskischuhe tragen Mondopoint-Größen, also deine Fußlänge in Zentimetern. Runde auf die nächste halbe Größe auf: Aus 27,3 cm wird 27,5.
Wie breit muss der Schuh sein?
98–104 mm
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Die Leistenbreite misst den Schuh am Vorfuß. Richtwert nach Atomic: bis 98 mm schmal, um 100 mm mittel, ab 102 mm breit. Eine größere Länge löst kein Breitenproblem.
Passt der Schuh in meine Bindung?
Pin oder ISO 9523
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Pin-Bindungen greifen in Metalleinsätze an Schuhspitze und Ferse. Rahmen- und Hybridbindungen brauchen eine Sohle nach ISO 9523. Sehr leichte Schuhe mit kurzer Sohle passen oft nur in Pin-Bindungen.
Welche Bauarten gibt es?
Rennschuh (500–900 g)

Für Skitourenrennen und schnelles Training.
- Vorteil: Tempo im Aufstieg
- Vorteil: Bis 75° Schaftrotation
- Nachteil: Wenig Halt in der Abfahrt
- Nachteil: Meist nur für Pin-Bindungen
Leichter Tourenschuh (900–1.200 g)

Für lange Anstiege und Skihochtouren.
- Vorteil: Wenig Gewicht
- Vorteil: Griffige Sohle für Felspassagen
- Nachteil: Weniger Reserven mit breiten Ski
Allround-Tourenschuh (1.200–1.600 g)

Für Tagestour, Feierabendrunde und Durchquerung.
- Vorteil: Flex 100 bis 120
- Vorteil: 60° Schaftrotation
- Nachteil: Bergauf spürbar schwerer als ein Leichtschuh
Freetouring-Schuh (um 1.550 g)

Für abfahrtsorientierte Touren und breite Ski.
- Vorteil: Vier Schnallen
- Vorteil: Flex bis 130
- Vorteil: Oft GripWalk-Gehsohle (ISO 23223)
- Nachteil: Auf langen Anstiegen trägst du das Mehrgewicht mit
Gewicht je Schuh als Richtwert, Einteilung nach Dynafit
Seitlich wischen für alle Spalten →
| Typ | Einsatz | Stark bei | Grenze |
|---|---|---|---|
| Rennschuh, 500–900 g | Skitourenrennen, schnelles Training | Tempo im Aufstieg, ein Verschluss, bis 75° Schaftrotation | wenig Halt in der Abfahrt, meist nur für Pin-Bindungen |
| Leichter Tourenschuh, 900–1.200 g | lange Anstiege, Skihochtouren | wenig Gewicht, ein bis zwei Schnallen, griffige Sohle für Felspassagen | weniger Reserven mit breiten Ski |
| Allround-Tourenschuh, 1.200–1.600 g | Tagestour, Feierabendrunde, Durchquerung | drei Schnallen, Flex 100 bis 120, 60° Schaftrotation | bergauf spürbar schwerer als ein Leichtschuh |
| Freetouring-Schuh, um 1.550 g | abfahrtsorientierte Touren, breite Ski | vier Schnallen, Flex bis 130, oft GripWalk-Gehsohle (ISO 23223) | auf langen Anstiegen trägst du das Mehrgewicht mit |
Damen, Herren, Unisex: Damen-Tourenskischuhe haben meist einen eigenen Schaft und eine eigene Passform. In derselben Modellreihe ist ihr Flex oft 5 bis 15 Punkte weicher. Modelle mit Flex 120 und mehr findest du vor allem bei den Tourenskischuhen für Unisex und Herren. Am Ende zählt dein Fuß: Passt dir der andere Leisten besser, nimm ihn.
Wie probiere ich Tourenskischuhe an?

Anprobe in vier Schritten
- Am Nachmittag messen. Füße schwellen über den Tag an. Miss deshalb nachmittags oder abends und probier mit dünnen Skitourensocken an. Der längere Fuß gibt die Größe vor.
- Erst gehen. Öffne den Schaft und geh ein paar Minuten, auch eine Treppe hinauf. Rutscht die Ferse, reibt sie im Aufstieg Blasen.
- Dann in Abfahrtsposition. Schließ alle Schnallen und geh in die Knie. Der Innenschuh soll den Fuß rundum umschließen, ohne an einer Stelle zu drücken.
- Innenschuh anpassen lassen. Drückt es trotz richtiger Größe, lässt sich ein thermoformbarer Innenschuh im Fachhandel erwärmen und an deinen Fuß anformen. Auf die Heizung gehört er nie, dort verformt er sich.
Piste und Gelände: In Bayern gibt es laut Deutschem Alpenverein in allen Skigebieten Aufstiegsmöglichkeiten, auf ausgewiesenen Routen oder am Pistenrand. Sperrungen wegen Präparierung gelten immer.
Für die Feierabendrunde im Allgäu zählt der bequeme Gehmodus mehr als ein harter Flex. Abseits der Piste liest du vor jeder Tour den Lawinenlagebericht des Lawinenwarndienstes Bayern.
Das Wichtigste im Überblick
- Allround-Schuh: 1.200–1.600 g, Flex 100–120, 60° Schaftrotation
- Größe = Fußlänge in cm, auf die halbe Größe aufgerundet.
- Eine größere Länge löst kein Breitenproblem.
Häufige Fragen

Was unterscheidet Tourenskischuhe von Alpinskischuhen?
Der Gehmodus. Er entriegelt den Schaft, sodass er bei jedem Schritt mitschwingt. Dazu kommen eine profilierte, gerundete Gummisohle und weniger Gewicht: Ein Allround-Tourenskischuh wiegt 1.200 bis 1.600 g je Schuh. Alpinskischuhe haben klassisch die flache, harte Sohle nach ISO 5355.
Passen Tourenskischuhe in eine Alpinbindung?
Nur, wenn der Bindungshersteller die Sohle freigibt. Die Tourensohle nach ISO 9523 hat Profil und ist gerundet, reine Alpinbindungen sind für ISO 5355 gebaut. Multinorm-Bindungen nehmen beide auf. Lass die Kombination im Fachhandel einstellen.
Welche Steigeisen passen an Tourenskischuhe?
Hinten braucht der Schuh immer eine ausgeprägte Sohlenkante für den Kipphebel. Steigeisen mit Zehenbügel verlangen zusätzlich eine Kante vorn. Für schmale Tourenskischuhe ohne ausgeprägte vordere Kante nennt der Deutsche Alpenverein Körbchen vorn und Kipphebel hinten.
Kann ich Tourenskischuhe auch im Skigebiet fahren?
Für einzelne Tage ja, am besten mit einem Allround- oder Freetouring-Schuh ab Flex 110. Ein leichter Schuh unter 1.200 g ist dafür nicht gebaut: Auf harter Piste fehlt dir Halt. Fährst du fast nur Lift, bist du mit einem Alpinskischuh besser bedient.
Stand: Oktober 2026
Pistentour
Für Pistentouren genügt ein Tourenskischuh mit 60° Schaftrotation und Flex bis 105. Auf Tempo nimmst du ein leichtes Modell mit 900 bis 1.200 g je Schuh, für harte Abfahrten einen Allround-Schuh.
Darauf achten
- 60° Schaftrotation
- Flex bis 105
- leichter Gehmodus
Skitour
Nimm einen Allround-Schuh mit drei Schnallen, 1.200 bis 1.600 g je Schuh und Flex 100 bis 120. Mit 60° Schaftrotation gehst du entspannt bergauf, bergab hält er auch in wechselndem Schnee.
Darauf achten
- 1.200–1.600 g je Schuh
- Flex 100–120
- drei Schnallen
- 60° Schaftrotation
Freeride-Tour
Nimm einen Freetouring-Schuh mit vier Schnallen und Flex 120 bis 130, um 1.550 g je Schuh. Für Hybrid- oder Alpinbindungen achte auf GripWalk-Sohle und Freigabe des Bindungsherstellers.
Darauf achten
- Flex 120–130
- vier Schnallen
- um 1.550 g je Schuh
- GripWalk-Sohle
Hochtour
Für Skihochtouren wählst du einen leichten Schuh mit 900 bis 1.200 g je Schuh, griffiger Sohle und ausgeprägter Fersenkante für den Kipphebel der Steigeisen. Probier beides zu Hause zusammen an.
Darauf achten
- 900–1.200 g je Schuh
- Kante für Steigeisen
- griffige Sohle
- 60° Schaftrotation
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