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Daunenjacken

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Daunenjacken von der leichten Jacke für die Gipfelrast bis zum Parka. Entscheidend sind Füllkraft in cuin und Füllmenge in Gramm.

Ratgeber

Daunenjacken

Für Alltag und Wanderpause reicht eine leichte Daunenjacke mit unter 150 g Füllung. Für Frost und lange Pausen im Winter brauchst du 200 g Daune oder mehr und eine Kapuze.

Welche Daunenjacke passt zu mir?

Nahaufnahme weißer Daunen und Federn vor dunklem Hintergrund
90/10 heißt 90 % Daunen und 10 % Federn nach Gewicht.
  • Was sagt die Füllkraft in cuin?

    über 700 cuin sehr gut

    Mehr dazu

    Die Füllkraft sagt, wie viele Kubikzoll (cuin) 30 g Daune im Prüfzylinder füllen. Über 700 cuin gilt Daune als sehr gut, über 800 als außergewöhnlich. Gemessen wird nach IDFB oder EN 12130.

  • Wie viel Füllung brauche ich?

    150 bis 300 g

    Mehr dazu

    Die Füllmenge bestimmt die Wärme. Richtwerte von Mountain Equipment: Unter 150 g ist eine Daunenjacke leicht, 200 bis 250 g wärmen mittel, über 300 g sehr stark.

  • Was bedeutet 90/10?

    90 % Daune

    Mehr dazu

    90/10 heißt 90 % Daunen und 10 % Federn nach Gewicht, so regelt es die Norm EN 12934. Mehr Daune steht für die bessere Füllung. Gans oder Ente macht dagegen kaum einen Unterschied.

  • Durchgesteppt oder Kammern?

    Box-Wall wärmt mehr

    Mehr dazu

    Die meisten Daunenjacken sind durchgesteppt: leicht, aber mit Kältebrücken an jeder Naht. Sehr warme Modelle trennen Innen- und Außenstoff durch Stege (Box-Wall). Das wärmt mehr und wiegt mehr.

  • Hält eine Daunenjacke Regen aus?

    meist nur kurze Schauer

    Mehr dazu

    Die wenigsten Daunenjacken sind wasserdicht, weil Wasser durch die Nähte dringt. Der Außenstoff ist meist nur imprägniert (DWR). Nasse Daune wärmt schlecht. Bei Dauerregen: Hardshell darüber.

  • Was bringt imprägnierte Daune?

    hält den Bausch länger

    Mehr dazu

    Hersteller wie Rab behandeln Daune wasserabweisend, Fachbegriff: hydrophobe Daune. Sie behält bei Feuchtigkeit länger ihren Bausch. Regenfest wird die Daunenjacke dadurch nicht.

Welche Bauart für welchen Einsatz?

  • Leichte Daunenjacke

    Outdoor Research Women's Helium Down Hoodie in Flieder, gesteppte Daunenjacke mit Kapuze

    Für Wandern, Übergangszeit und die Pause auf Tour.

    • Vorteil: Unter 150 g Füllung
    • Vorteil: Kleines Packmaß
    • Nachteil: Bei Frost im Stehen zu dünn
  • Warme Daunenjacke

    Swix Surmount Down Jacket in Rot, gesteppte Daunenjacke mit Kapuze

    Für Winteralltag, Winterwandern und Skitour.

    • Vorteil: 200 bis 250 g Füllung
    • Vorteil: Mit Kapuze
    • Nachteil: In Bewegung schnell zu warm
  • Daunenparka und Daunenmantel

    Helly Hansen W Aden Down Parka in Dunkelgrau, langer Daunenparka mit Kapuze und Kunstpelzrand

    Für Stadt, Bahnsteig und Spielfeldrand.

    • Vorteil: Bedeckt Hüfte und Oberschenkel
    • Nachteil: Sperrig im Rucksack
  • Wasserdichte Daunenjacke

    Kari Traa Ragnhild Down Jacket in Hellblau mit Kapuze

    Für die nasskalte Stadt und die Skipiste.

    • Vorteil: Membran und verklebte Nähte halten Regen ab
    • Nachteil: Schwerer als Modelle ohne Membran
TypEinsatzStark beiGrenze
Leichte DaunenjackeWandern, Übergangszeit, Pause auf Tourunter 150 g Füllung, kleines Packmaßbei Frost im Stehen zu dünn
Warme DaunenjackeWinteralltag, Winterwandern, Skitour im Hochwinter200 bis 250 g Füllung, Kapuzein Bewegung schnell zu warm
Daunenparka und DaunenmantelStadt, Bahnsteig, Spielfeldrandbedeckt Hüfte und Oberschenkelsperrig im Rucksack
ExpeditionsjackeExpeditionen, Winterbiwak, strenger Frostüber 300 g Füllung, Box-Wall-Kammernfür Alltag und Mittelgebirge viel zu warm
Wasserdichte Daunenjackenasskalte Stadt, SkipisteMembran und verklebte Nähte halten Regen abschwerer als Modelle ohne Membran
Frau in roter und Mann in dunkelblauer Steppjacke gehen vor einer Holzhütte über eine Wiese
Probier die Jacke mit der Schicht an, die du darunter trägst.

Damen, Herren, Kinder: Daunenjacken für Damen sind tailliert geschnitten, es gibt sie auch als langen Mantel. Daunenjacken für Herren fallen gerader aus, mit breiteren Schultern. Daunenjacken für Kinder richten sich nach der Körpergröße in Zentimetern.

Probier mit der Schicht an, die du darunter trägst. Gequetschte Daune verliert Bausch und damit Wärme.

Wie wasche ich eine Daunenjacke?

In vier Schritten

  1. Vorbereiten. Pflegeetikett lesen und die Daunenjacke einzeln in die Trommel geben.
  2. Waschen. 30 °C, niedrige bis mittlere Schleuderzahl, dazu ein Daunenwaschmittel. Normales Waschmittel bleibt im Schrank.
  3. Trocknen. Im Trockner auf niedrigster Stufe, bis die Füllung ganz trocken ist. Das dauert mehrere Stunden. Zwei Tennisbälle lockern die Daune, Klumpen zupfst du von Hand auseinander.
  4. Lagern. Locker auf dem Bügel oder in einem großen Beutel. Nie feucht, nie wochenlang im Packsack.

Das Wichtigste im Überblick

  • Wanderpause: unter 150 g Füllung. Frost: 200 g und mehr.
  • Über 700 cuin Füllkraft gilt Daune als sehr gut.
  • Trockene Kälte: Daune. Nasskalt: Kunstfaser.

Häufige Fragen

Person in glänzend blauer Daunenjacke mit hochgeschlossenem Kragen, Mütze und Fäustlingen sitzt in einem Zugabteil
Daune oder Kunstfaser: Was passt besser?

Für trockene Kälte nimm Daune, für nasskalte Tage mit Nieselregen Kunstfaser. Daune wärmt pro Gramm mehr und lässt sich kleiner packen. Kunstfaser isoliert auch feucht und ist leichter zu pflegen.

Ab wie viel Grad trägt man eine Daunenjacke?

Eine feste Gradzahl gibt es nicht: Anders als beim Schlafsack (ISO 23537) fehlt für Daunenjacken eine genormte Temperaturangabe. Richtwert von Mountain Equipment für Trekkingtouren: Über null Grad reicht den meisten eine leichte Daunenjacke, bei Frost braucht es mehr Füllung.

Kann ich die Daunenjacke unter der Regenjacke tragen?

Im Stehen ja, in Bewegung selten. Selbst leichte Daunenjacken wärmen stärker als fast jedes Fleece, unter der Hardshell wird es beim Gehen schnell zu heiß. Dicke Daunenjacken ziehst du in der Pause über die Regenjacke.

Brauche ich zum Wandern eine Daunenjacke?

Nicht zwingend. Der Deutsche Alpenverein hält eine Isolationsjacke aus Daune oder Kunstfaser für sinnvoll, wenn du viel in wirklich kalten Regionen wie dem Hochgebirge unterwegs bist. Sonst nennt er für Pausen bei Kälte Fleecejacken. Im Harz oder Schwarzwald ist die Daunenjacke Komfort, kein Muss.

Woran erkenne ich Daune ohne Lebendrupf?

Zum Beispiel am RDS-Siegel. Der Responsible Down Standard verbietet Lebendrupf und Stopfmast und verfolgt die Daune über die Lieferkette. Der Pflichthinweis „Enthält nichttextile Teile tierischen Ursprungs“ (Verordnung (EU) Nr. 1007/2011) sagt dagegen nichts über die Tierhaltung.

Stand: Oktober 2026

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