Super-Schnäppchen: Mindestens 50 % reduziert

Outdoor-Handschuhe

Zum Ratgeber ↓

Fingerhandschuhe, Fäustlinge und Unterziehhandschuhe für Wandern, Bergtour, Rad und Alltag. Entscheidend sind Bewegung, Wind und Nässe.

Ratgeber

Outdoor-Handschuhe

Für Bewegung bei Kälte reicht ein dünner, winddichter Fingerhandschuh. Wer viel steht oder schnell friert, nimmt einen gefütterten Outdoor-Handschuh im Wärmelevel Warm oder einen Fäustling, bei Nässe mit Membran.

Welcher Outdoor-Handschuh passt?

Person in blauem Funktionsshirt zieht einen grauen Strickhandschuh mit dunklen Fingerkuppen an
Greifen, Schnüren und Tippen gelingen im Fingerhandschuh besser.
  • Fingerhandschuh oder Fäustling?

    Fäustling wärmt mehr

    Mehr dazu

    Ein Fäustling wärmt mehr als ein Fingerhandschuh, weil er mehr Luft einschließt und die Finger beieinanderliegen. Greifen, Schnüren und Tippen gelingen im Fingerhandschuh besser.

  • Welches Wärmelevel brauche ich?

    Light bis Extra Warm

    Mehr dazu

    Light für zügige Bewegung, Warm für Wintertage, Extra Warm für langes Stehen und strengen Frost. Die drei Stufen sind Einstufungen im Shop, keine Normwerte.

  • Muss ein Outdoor-Handschuh wasserdicht sein?

    Nur bei Nässe

    Mehr dazu

    Bei Regen und nassem Schnee ja, dann mit wasserdichter Membran wie Gore-Tex. Sie lässt weniger Schweiß hinaus: Für schnelle Bewegung im Trockenen passt ein winddichter Handschuh besser.

  • Was bringt ein Unterziehhandschuh?

    rund 20 % wärmer

    Mehr dazu

    Ein dünner Unterziehhandschuh (Liner) kann einen Handschuh nach Angaben von Hestra rund 20 % wärmer machen. Ziehst du den dicken Handschuh kurz aus, bleiben die Finger bedeckt.

  • Wie stark kühlt Wind die Hände aus?

    −13 statt −5 °C

    Mehr dazu

    Bei −5 °C und 30 km/h Wind fühlt sich die Luft wie −13 °C an. Ein winddichter Handschuh bringt deshalb oft mehr als ein dick gefütterter, vor allem am Grat und auf dem Rad.

Welche Bauarten gibt es?

  • Fingerhandschuhe

    Zanier TOUR.WS in Grau mit dunkler Innenhand

    Für Wandern, Alltag und den Aufstieg.

    • Vorteil: Greifen, Stöcke, Reißverschlüsse
    • Nachteil: Bei Frost schneller kalt
  • 3-Finger-Handschuhe

    Outdoor Research Highcamp 3-Finger Gloves in Schwarz mit Stulpe

    Für kalte Tage mit Stöcken.

    • Vorteil: Zeigefinger frei
    • Vorteil: Wärmer als fünf Finger
    • Nachteil: Kälter als ein Fäustling
  • Fäustlinge

    Salewa Walk Wool 2 Mitten aus grau melierter Wolle

    Für Winterwandern, Schneeschuh und kalte Hände.

    • Vorteil: Wärmt mehr als ein Fingerhandschuh
    • Nachteil: Wenig Fingergefühl
  • Unterziehhandschuhe

    Zanier Merino Liner Touch in Olivgrün, dünner Fingerhandschuh

    Unter dem Handschuh, allein nur bei mildem Wetter.

    • Vorteil: Fingergefühl
    • Vorteil: Oft mit Touchscreen-Fingern
    • Nachteil: Allein kaum Schutz vor Wind und Nässe
TypEinsatzStark beiGrenze
FingerhandschuheWandern, Alltag, AufstiegGreifen, Stöcke, Reißverschlüssejeder Finger wärmt für sich, bei Frost schneller kalt
FäustlingeWinterwandern, Schneeschuh, kalte HändeWärmewenig Fingergefühl
3-Finger-Handschuhekalte Tage mit StöckenZeigefinger frei, wärmer als fünf Fingerkälter als ein Fäustling
Unterziehhandschuheunter dem Handschuh, allein bei mildem WetterFingergefühl, oft Touchscreenallein kaum Schutz vor Wind und Nässe
Halbfinger-HandschuheKlettersteig, Rad, SichernGrip am Stahlseil, freie Fingerspitzenkein Kälteschutz

Damen-Outdoor-Handschuhe beginnen bei kleineren Größen, Unisex- und Herren-Outdoor-Handschuhe reichen bis zu großen Händen. Kinder-Outdoor-Handschuhe wählst du meist nach Alter statt nach Handumfang. Suchst du vor allem Wärme, geh direkt zu den Outdoor-Fäustlingen.

Wie messe ich meine Handschuhgröße?

Hand in schwarzem Handschuh mit Noppen auf der Innenseite zieht an einer orangefarbenen Lasche, im Hintergrund Schnee

In vier Schritten

  1. Messen. Leg ein Maßband an der breitesten Stelle um die Hand, knapp unter den Knöcheln und ohne Daumen. Ohne Maßband nimmst du eine Schnur und ein Lineal.
  2. Vergleichen. Vergleich den Handumfang mit der Größentabelle der Marke. Bei Reusch steht Größe 8 für 20,3 cm, andere Marken weichen leicht ab.
  3. Im Zweifel größer. Liegst du zwischen zwei Größen, nimm bei Sporthandschuhen die größere. Etwas Luft zwischen Hand und Material isoliert. Zu eng heißt kälter.
  4. Faust machen. Mach eine Faust und greif einen Stock: Nichts darf spannen. Willst du einen Unterziehhandschuh tragen, probier mit ihm an.

Der Deutsche Alpenverein (DAV) rät, Handschuhe für Touren in höhere Lagen und bei Kälte oder Wind immer einzupacken, besonders im Frühjahr und Herbst.

Der Grund: Je 1.000 Höhenmeter wird es im Mittel rund 6,5 °C kälter. Wer im Allgäu oder im Karwendel 1.500 Höhenmeter aufsteigt, steht oben rechnerisch in knapp 10 °C kälterer Luft. Für Stadt und Hunderunde reicht dagegen ein einfacher winddichter Handschuh ohne Membran.

Das Wichtigste im Überblick

  • In Bewegung reicht ein dünner, winddichter Fingerhandschuh.
  • Wer viel steht oder schnell friert, nimmt einen Fäustling.
  • Eine Membran brauchst du nur bei Regen und nassem Schnee.

Häufige Fragen

Wie wasche ich Outdoor-Handschuhe?

Handschuhe mit Gore-Tex-Membran wäschst du von Hand in lauwarmem Wasser mit wenig Flüssigwaschmittel, ohne Weichspüler. Drück das Wasser sanft von den Fingern zum Handgelenk aus und lass sie mit den Fingern nach oben trocknen, nie auf der Heizung. Das Pflegeetikett geht vor.

Sind Lederhandschuhe wasserdicht?

Nein, Leder allein hält Dauernässe nicht ab. Ziegenleder widersteht Feuchtigkeit laut Hestra von Natur aus, braucht aber regelmäßig Lederbalsam. Für Regen und nassen Schnee nimmst du einen Lederhandschuh mit Membran. Leder gehört nie in die Waschmaschine.

Welche Handschuhe brauche ich am Klettersteig?

Am Klettersteig trägst du robuste, eng sitzende Handschuhe mit freien Fingerspitzen. Sie erhöhen laut DAV den Grip am Stahlseil und schützen vor abstehenden Drahtlitzen. Gegen Kälte helfen sie nicht: Für den Gipfel gehört ein zweites, warmes Paar in den Rucksack.

Gibt es eine Norm für warme Handschuhe?

Für Arbeitshandschuhe ja: EN 511 prüft Schutzhandschuhe gegen Kälte und vergibt je eine Stufe von 0 bis 4 für Konvektionskälte und Kontaktkälte, dazu 0 oder 1 für Wasserdichtheit. Trägt ein Outdoor-Handschuh diese Angabe nicht, bleibt dir die Wärmeeinstufung des Herstellers.

Ab wann drohen Erfrierungen an den Händen?

Ab einer gefühlten Temperatur von −28 °C kann ungeschützte Haut laut kanadischem Wetterdienst in 10 bis 30 Minuten gefrieren. Das ist bei −20 °C schon mit 20 km/h Wind erreicht: gefühlt −30 °C. Zieh Handschuhe dann nur kurz aus und trag einen Unterziehhandschuh darunter.

Stand: Oktober 2026

Kategorien

Keine Produkte passen zu diesen Filtern.
1 2 3 4 5