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Skibekleidung

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Skibekleidung von der Unterwäsche bis zur Jacke, dazu Handschuhe und Mützen. Es zählt, wie nass und kalt es wird und wie stark du schwitzt.

Ratgeber

Skibekleidung

Skibekleidung funktioniert in drei Schichten: Funktionsunterwäsche leitet Schweiß ab, ein Midlayer wärmt, Skijacke und Skihose halten Schnee und Wind draußen. Für Pistentage reichen außen 10.000 mm Wassersäule. Den Rest regelst du über die Schicht dazwischen.

Worauf kommt es bei Skibekleidung an?

Skifahrer in dunkler Jacke carvt bei Sonne über eine frisch präparierte Piste, dahinter verschneite Gipfel
Bei Sonne nimmst du eine Schicht heraus, statt in einer dicken Jacke zu schwitzen.
  • Wie viele Schichten brauche ich beim Skifahren?

    Drei Schichten

    Mehr dazu

    Drei: Funktionsunterwäsche auf der Haut, darüber ein Midlayer aus Fleece oder Wolle, außen Skijacke und Skihose. Bei Sonne nimmst du eine Schicht heraus, statt in einer dicken Jacke zu schwitzen.

  • Welche Wassersäule brauchen Skijacke und Skihose?

    10.000 mm

    Mehr dazu

    10.000 mm reichen für die Piste, das ist bei Skibekleidung der übliche Wert. Für Tiefschnee und Nassschnee nimm 20.000 mm. Die Hose braucht denselben Wert wie die Jacke: Sie sitzt auf dem nassen Lift.

  • Merino oder Synthetik als Skiunterwäsche?

    Keine Baumwolle

    Mehr dazu

    Synthetik leitet Schweiß zuverlässig ab und trocknet schnell. Merinowolle wärmt auch feucht und riecht nach mehreren Tagen kaum. Baumwolle saugt Schweiß auf und gibt ihn nicht weiter.

  • Wie warm muss der Midlayer sein?

    100er bis 200er Fleece

    Mehr dazu

    Unter einer gefütterten Skijacke reicht ein dünnes 100er Fleece. Unter der Shell nimmst du ein 200er oder eine Isolationsjacke. Die Zahl nennt die Gewichtsklasse: 100 leicht, 200 mittel, 300 schwer.

  • Fäustlinge oder Fingerhandschuhe?

    Fäustlinge wärmen mehr

    Mehr dazu

    Fäustlinge sind wärmer, weil die Finger gemeinsam in einer Luftkammer liegen. Fingerhandschuhe greifen Stock und Reißverschluss besser. Der Kompromiss ist der Dreifinger-Handschuh.

Welche Schicht leistet was?

  • Skiunterwäsche

    Mons Royale Olympus Merino Base Layer 1/4 Zip in Dunkelblau mit schwarzen Einsätzen

    Erste Schicht, direkt auf der Haut.

    • Vorteil: Leitet Schweiß ab
    • Vorteil: Merino wärmt auch feucht
    • Nachteil: Wärmt allein kaum
  • Midlayer & Fleece

    Orage Grizzly Pile Jacket in Camel, Fleecejacke mit Stehkragen

    Zweite Schicht unter Skijacke oder Shell.

    • Vorteil: Wärme, die du an- und ausziehen kannst
    • Nachteil: Hält Wind und Nässe kaum ab
  • Isolationsjacke (Kunstfaser)

    Bogner Fire + Ice York in Neongrün, gesteppte Isolationsjacke mit Kapuze

    Für kalte Lifttage, die Pause und den Gipfel.

    • Vorteil: Wärmt auch feucht
    • Nachteil: Schwerer und größer verpackt als Daune
  • Skijacke und Skihose

    We Norwegians Hammerfest Ski Jacket in Dunkelblau mit Kapuze

    Äußere Schicht für jeden Skitag.

    • Vorteil: Hält Schnee und Wind draußen
    • Vorteil: Schneefang und Belüftung
    • Nachteil: Eine Shell ohne Futter wärmt nicht selbst
SchichtEinsatzStark beiGrenze
SkiunterwäscheErste Schicht, direkt auf der HautLeitet Schweiß ab, Merino wärmt auch feuchtWärmt allein kaum
Midlayer & FleeceZweite Schicht unter Skijacke oder ShellWärme, die du an- und ausziehen kannstHält Wind und Nässe kaum ab
Isolationsjacken (Kunstfaser)Kalte Lifttage, Pause, GipfelWärmt auch feuchtSchwerer und größer verpackt als Daune
DaunenjackenSehr kalte, trockene TageMeiste Wärme pro GrammVerliert nass an Wärme
Skijacken und SkihosenÄußere Schicht für jeden SkitagWassersäule, Schneefang, BelüftungEine Shell ohne Futter wärmt nicht selbst

Hände, Füße und Kopf schließen die Lücken: Skihandschuhe, Skisocken und eine dünne Mütze unter dem Helm. Einteiler & Schneeanzüge haben keinen Spalt zwischen Jacke und Hose. Das hilft im Tiefschnee und bei kleinen Kindern.

Was ziehe ich an welchem Skitag an?

Skitourengeherin mit Helm, blau verspiegelter Skibrille, gelber Orage-Jacke und Rucksack vor Wolken und Bergen
Auf Skitour steigst du in dünnen Schichten auf, Isolationsjacke und warme Handschuhe stecken im Rucksack.
Deine SituationUnsere Empfehlung
Wenn du im Hochwinter fährst und am Sessellift schnell frierstNimm eine gefütterte Skijacke, Fäustlinge und ein Halstuch. Bei −10 °C und 40 km/h Wind liegt die gefühlte Temperatur (Windchill) bei −21 °C.
Wenn du oft um null Grad fährst, etwa im Harz, im Sauerland oder im SchwarzwaldGeht Nässeschutz vor Futter: Skijacke und Skihose mit 20.000 mm und vollständig getapten Nähten, dazu ein zweites Paar Handschuhe zum Wechseln.
Wenn du auf Skitour gehst, etwa im Allgäu oder in den Bayerischen AlpenSteig in dünnen Schichten auf. Isolationsjacke und warme Handschuhe für Gipfel und Abfahrt stecken im Rucksack, im Aufstieg reichen dünne Handschuhe.
Wenn du eine Woche im Jahr bei gutem Wetter fährstReichen Skijacke und Skihose mit 10.000 mm. Eine 3-Lagen-Shell mit 20.000 mm bringt dir auf der präparierten Piste kaum einen Vorteil.

Abseits gesicherter Pisten liest du vorher den Lawinenlagebericht: Für die Bayerischen Alpen gibt ihn die Lawinenwarnzentrale Bayern im Winter täglich um 17 Uhr heraus. Fährst du nach Südtirol, denk an den Kopf. In Italien gilt auf der Piste seit 1. November 2025 Helmpflicht für alle. Unter den Helm passt eine dünne Mütze oder Sturmhaube.

Das Wichtigste im Überblick

  • Drei Schichten: Unterwäsche, Midlayer, Jacke und Hose.
  • Für die Piste reichen 10.000 mm Wassersäule.
  • Keine Baumwolle unter die Skihose, sie bleibt nass.

Häufige Fragen

Was ziehe ich unter die Skihose?

Eine lange Funktionsunterhose aus Synthetik oder Merino. Praktisch ist die 3/4-Länge: Sie endet über dem Skischuh, im Schaft liegt dann nur die Skisocke und nichts wirft Falten. Jeans und Leggings aus Baumwolle saugen Schweiß auf und bleiben nass.

Wie viele Paar Skisocken trage ich übereinander?

Eines. Skisocken reichen bis unters Knie und sitzen ohne Falten. Zu dicke Socken können nach Herstellerangaben die Durchblutung behindern, zu große werfen Falten und drücken. Dünne Skisocken halten deshalb oft wärmer als dicke.

Wie wasche ich Skibekleidung?

Nach dem Pflegeetikett. Für Jacken und Hosen mit Gore-Tex nennt der Hersteller 40 °C, wenig Flüssigwaschmittel, keinen Weichspüler und danach 20 Minuten Trockner: Die Wärme frischt die Imprägnierung (DWR) auf. Merinowäsche wäschst du getrennt mit Wollwaschmittel.

Kann ich in Regenjacke und Regenhose Ski fahren?

Für einzelne Tage ja, wenn beide wasserdicht sind und du Fleece und lange Unterwäsche darunter trägst. Es fehlen der Schneefang an der Hüfte, die Belüftung und die Gamasche am Hosenbein, die den Skischuh abdichtet. Für eine Skiwoche lohnt sich Skibekleidung.

Worauf achte ich bei Skibekleidung für Kinder?

Auf Größe, Kapuze und Hände. Kauf nach Körpergröße in Zentimetern. Nach EN 14682 hat Kleidung für Kinder bis 7 Jahre (Größe 134) keine Kordeln an Kapuze und Hals. Fäustlinge wärmen mehr als Fingerhandschuhe, und ein Schneeanzug lässt keinen Schnee an den Rücken.

Stand: Oktober 2026

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