Radhelme

So findest du den richtigen

Wie wähle ich den richtigen Radhelm?

Auch wenn es in Deutschland keine gesetzliche Helmpflicht für Erwachsene gibt, so ist das Tragen dennoch empfohlen. Vor allem bei actionreichen Radsportarten wie Gravel oder Mountainbiken ist ein Radhelm sogar ein ungeschriebenes Muss, um deine Sicherheit zu garantieren. Doch wie wählt man das passende Modell? Wir geben ein paar Tipps zum Kauf.

Die Passform ist entscheidend

Ein Helm muss sicher sitzen, ohne zu wackeln und ohne zu drücken. (Foto: Dainese)
Ein Helm muss sicher sitzen, ohne zu wackeln und ohne zu drücken. (Foto: Dainese)

Ein guter Radhelm sollte möglichst eng anliegen – allerdings ohne dabei unangenehm zu drücken oder zu wackeln. Um die richtige Größe zu finden, musst du deinen Kopfumfang messen, da dieser als Basis für die richtige Größenwahl dient.

Wichtig: Die Größentabellen können von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich sein! Es empfiehlt sich zudem, die Größeneinstellungen der Helme auszuprobieren. Mittlerweile lassen sich Breite und Länge vieler Modelle mit wenigen Handgriffen anpassen.

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Sicherheit geht vor

In Europa verkaufte Helme verfügen alle über eine CE-Kennzeichnung. (Foto: Alpina)
In Europa verkaufte Helme verfügen alle über eine CE-Kennzeichnung. (Foto: Alpina)

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Sicherheit des Helms. Dazu zählen Punkte wie Material, Zertifizierung und Einsatzbereich.

In Europa verkaufte Helme besitzen alle eine CE-Kennzeichnung, die belegt, dass sie den europäischen Sicherheitsstandards entsprechen. Hierfür müssen folgende Prüfnormen eingehalten werden:

  • EN 1078: die allgemeine Form für Radhelme
  • EN 1080: die Prüfnorm speziell für Kinderhelme

 

Obwohl die allgemeine Prüfnorm für alle Radhelme gilt, gibt es dennoch unterschiedliche Helm-Arten. So benötigen MTB-Helme ganz andere Sicherheitsqualitäten als ein regulärer Helm für kurze Radtouren.

Du solltest beim Kauf auch auf weitere Schutzsysteme der Helme achten, wie beispielsweise MIPS (Multi-Directional Impact Protection Systems). Das System wurde für zusätzlichen Schutz vor Gehirnerschütterungen oder weiteren Verletzungen im Falle eines Aufpralls entwickelt und ist bei den meisten Helmen mittlerweile Standard.

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Hochwertige Materialien und gute Verarbeitung

Ob sich eher ein Microshell oder Hardshell Helm empfiehlt, ist vom Einsatzgebiet abhängig. (Foto: Oakley)
Ob sich eher ein Microshell oder Hardshell Helm empfiehlt, ist vom Einsatzgebiet abhängig. (Foto: Oakley)

Ein weiterer Sicherheitspunkt bei Radhelmen ist das Material, das zum Einsatz kommt. Am häufigsten bestehen Helme aus Hartschaumstoff (EPS), da dieses stoßabsorbierende Eigenschaften besitzt. Damit es nicht zu Bruchstellen kommt, werden die Helme im sogenannten „In-Mold-Verfahren“ direkt in einem Stück gegossen. Je nachdem, ob Polycarbonat für Microshell oder ABS (Acrylnitrid-Butadien-Styrol) für Hardshell zum Einsatz kommt, fällt die Stärke des Helms unterschiedlich aus. Hier kommt es wieder auf den Einsatzbereich an.

Was alle Radhelme gemeinsam haben: einen Verschluss unter dem Kinn. Ob nun Clip oder moderner Magnetverschluss, du solltest darauf achten, dass er gut befestigt ist und sich leicht deiner Kopfform anpassen lässt.

Zusammengefasst kann man sagen, dass du bei der Wahl des passenden Radhelms folgende drei Punkte beachten solltest: Einsatzbereich, Passform, Sicherheitsqualitäten. Das Design kann dir dann am Ende die Entscheidung zwischen ähnlichen Modellen erleichtern. Grundsätzlich gilt aber: Sicherheit vor Optik!

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