Softshelljacken

Softshelljacken schützen vor Wind und Wetter, bieten aber gleichzeitig auch Tragekomfort und Atmungsaktivität. Das macht sie zu einem idealen Begleiter beim Wandern, Klettern oder auch im Alltag.

Softshelljacken

Ob steiler Skitourenaufstieg, windiger Grat oder schnelle Bikerunde nach Feierabend – eine Jacke, die jede Bewegung mitmacht, ist kein Luxus, sondern absolute Voraussetzung in jedem Kleiderschrank. Genau hier spielt die Softshelljacke ihre Stärken aus: Sie ist leicht, hochelastisch, atmungsaktiv und hält Wind und leichten Regen zuverlässig ab. Wir zeigen dir, welche Modelle zu deinem Einsatz passen und worauf es bei Material, Membran und Ausstattung wirklich ankommt.

Softshell-Typen & ihre Stärken

Softshell ohne Membran
Softshell ohne Membran
Hochatmungsaktiv und extrem dehnbar – für schweißtreibende Aktivitäten bei trockenem, kühlem Wetter die erste Wahl.
  • Bester Feuchtigkeitstransport aller Softshell-Typen
  • Sehr leicht & kleines Packmaß
  • Weiches, textiles Tragegefühl
  • Nur begrenzt winddicht
  • Kaum Regenschutz bei längerem Niederschlag
Softshell mit Membran
Softshell mit Membran
Winddicht, wetterfest und trotzdem deutlich komfortabler als eine Hardshell – der vielseitigste Softshell-Typ für wechselhaftes Wetter.
  • Windschutz auf Hardshell-Niveau
  • Hält leichten bis mäßigen Regen ab
  • Als alleinige Außenschicht tragbar
  • Spürbar weniger atmungsaktiv als membranlose Modelle
  • Etwas schwerer & weniger elastisch
Hybrid-Softshell (Bodymapping)
Hybrid-Softshell (Bodymapping)
Winddichte Front und atmungsaktive Zonen – gezielt dort geschützt, wo der Wind trifft, und belüftet, wo du schwitzt.
  • Optimales Körperklima bei wechselnder Intensität
  • Vielseitig von Skitour bis Bike
  • Weniger Regenschutz an den atmungsaktiven Zonen
  • Höhere Preisklasse
 

Welcher Typ am Ende der richtige ist, hängt vor allem davon ab, wie intensiv du dich bewegst und wie wechselhaft das Wetter in deinem Revier ist. Wer eine komplett wasserdichte Außenschicht sucht, findet sie bei unseren Hardshell- & Regenjacken – die Softshell ergänzt sie als komfortable Arbeitsjacke für die meiste Zeit am Berg. Für richtig kalte Tage lohnt sich zusätzlich ein Blick auf Fleecejacken als wärmende Zwischenschicht.

So findest du die Softshelljacke, die wirklich zu dir passt

Warum deine Softshell atmen können muss

Tempo am Berg verlangt eine Jacke, die atmet.
Tempo am Berg verlangt eine Jacke, die atmet.
Atmungsaktivität ist bei der Softshell kein einfaches Nice-to-have – sie ist der eigentliche Grund, warum du überhaupt zu ihr greifst statt zur Hardshell. Dein Körper produziert bei moderater Anstrengung 300 bis 500 Gramm Schweiß pro Stunde, und dieser Dampf muss raus. Softshells schaffen das deutlich besser als Hardshells, weil sie entweder gar keine oder nur sehr dünne Membranen einsetzen und oft luftdurchlässigere Gewebe verwenden.

Das Klima unter einer guten Softshell bleibt so spürbar angenehmer, da der Schweiß abtransportiert wird, noch bevor er sich als klamme Feuchtigkeit auf deiner Haut sammelt. Besonders membranlose Modelle glänzen hier: Sie bieten den freiesten Luftaustausch und sind für hochintensive Aktivitäten wie Trailrunning oder schnelle Aufstiege die erste Wahl. Membran-Softshells sind zwar spürbar weniger dampfdurchlässig, liegen aber immer noch deutlich über den meisten Hardshells.

Wind ja, Regen jein – so viel Wetterschutz steckt drin

Die meisten Softshelljacken sind wasserabweisend, aber eben nicht dauerhaft wasserdicht wie eine Hardshell. Eine DWR-Imprägnierung auf dem Oberstoff lässt Nieselregen und kurze Schauer abperlen – bei Starkregen oder längerem Niederschlag saugt sich der Stoff jedoch mit der Zeit durch. 

Beim Windschutz sieht das Bild differenzierter aus: Softshells mit Membran sind in der Regel praktisch vollständig winddicht. Modelle ohne Membran sind dagegen nur windabweisend – sie bremsen den Wind deutlich, lassen aber bei starken Böen noch etwas Luft durch. Für Radfahrer, Skitourengeher und Trailrunner in windexponierten Regionen lohnt sich deshalb eine Membran-Softshell oder zumindest ein Hybridmodell mit winddichter Front. In geschützteren Lagen und bei eher warmem Wetter kann ein nur windabweisendes, dafür maximal atmungsaktives Modell die bessere Wahl sein.

Material & Stretch: Was den Stoff zur zweiten Haut macht

Volle Bewegungsfreiheit: Beim Klettern oder auf Skitour zeigt das elastische Material, was eine Softshell wirklich kann.
Volle Bewegungsfreiheit: Beim Klettern oder auf Skitour zeigt das elastische Material, was eine Softshell wirklich kann.
Während Hardshells auf starre, mehrlagige Laminate setzen, arbeiten Softshells mit einem Materialverbund aus dehnbaren Kunstfasern – typischerweise Polyester, Polyamid und Elasthan. Das Ergebnis: ein butterweicher, textiler Griff, der sich anfühlt, als würdest du nichtmal eine Jacke tragen. Die meisten Modelle lassen sich in alle Richtungen dehnen, rascheln kaum und schränken dich weder beim Klettern noch beim Überkopf-Greifen ein.

Viele Softshells haben innen eine angeraute Fleece- oder Velours-Schicht, die zusätzliche Wärme liefert und sich direkt auf der Haut getragen noch angenehmer anfühlt. 

Was die Robustheit angeht: Softshells sind alltagstauglich und stecken normalen Rucksack-Abrieb problemlos weg. An scharfem Fels oder bei extremer Beanspruchung sind hochwertige Hardshells mit ihren kräftigen Laminaten allerdings die langlebigere Wahl. Achte bei der Softshell auf ein etwas robusteres Obermaterial, wenn du häufig mit Felskontakt oder schweren Rucksäcken unterwegs bist – sehr leichte Stoffe sind angenehmer, aber dafür empfindlicher.

Passform & Layering – allein oder im Team

Ob solo getragen, dünner Baselayer oder dicker Fleece darunter – die Softshell passt sich flexibel an.
Ob solo getragen, dünner Baselayer oder dicker Fleece darunter – die Softshell passt sich flexibel an.
Eine Softshell kannst du je nach Modell und Wetter als alleinige Außenschicht oder als Teil deines Lagensystems tragen. Gefütterte Varianten funktionieren an kühlen Tagen hervorragend über einem dünnen Baselayer, ohne dass du eine extra Mittelschicht brauchst. Ungefütterte Softshells lassen dir dagegen mehr Spielraum: Bei Minusgraden einfach einen warmen Midlayer darunter anziehen, an milden Tagen reicht ein leichtes Funktionsshirt.

Für sportliche Einsätze empfiehlt sich ein körpernaher Schnitt, der Feuchtigkeit effizient ableitet und beim Bewegen nicht flattert. Wer die Jacke auch im Alltag oder fürs Pendeln nutzen will, kann ruhig zu einem etwas weiteren, längeren Schnitt mit Platz für dickere Schichten darunter greifen. 

Kapuze, Taschen & die kleinen Gamechanger

Nicht jede Softshelljacke braucht extra Kopfschutz. Für Wanderungen, Bergtouren und windige Einsätze erhöht eine verstellbare, gut anliegende Kapuze den Wetterschutz aber massiv. Wer klettert oder Skitouren geht, sollte auf ein helmtaugliches Modell achten, das sauber über den Helm passt.

Bei den Taschen gilt wie bei jeder hochwertigen Outdoorjacke: Die Fronttaschen müssen so hoch sitzen, dass sie auch mit Rucksack-Hüftgurt oder Klettergurt erreichbar bleiben. Weitere Details, die auf Tour den Unterschied machen: Verstellbare Bündchen an den Handgelenken halten Wind zuverlässig draußen, ein Kordelzug am Saum verhindert aufsteigende Zugluft, und bei eher dichten Membran-Softshells sorgen Unterarm-Reißverschlüsse für schnelle Belüftung bei schweißtreibenden Aufstiegen.

Pflege, die sich auszahlt

Da Softshells ihren Wetterschutz hauptsächlich über die DWR-Imprägnierung des Oberstoffs beziehen, ist deren Erhalt besonders wichtig. Sobald Wasser nicht mehr sauber abperlt und der Stoff sich stattdessen vollsaugt, verliert die Jacke nicht nur ihren Regenschutz, sondern auch an Atmungsaktivität – denn ein nasser Oberstoff blockiert den Dampftransport nach außen. Wasche deine Softshell regelmäßig mit speziellem Funktionswaschmittel im Schonprogramm, verzichte auf Weichspüler und trockne sie anschließend im Trockner auf niedriger Stufe – die Wärme reaktiviert die DWR oft schon ohne Nachbehandlung.

Perlt das Wasser danach immer noch nicht ab, hilft gezieltes Nachimprägnieren mit PFC-freien Spray- oder Wash-In-Mitteln

Worauf es bei einer guten Softshelljacke ankommt:
  • Einsatz klären: viel Bewegung bei trockenem Wetter oder wechselhafte Bedingungen mit Wind?
  • Ohne Membran = maximale Atmungsaktivität, mit Membran = praktisch voller Windschutz.
  • Elastischer Materialverbund für uneingeschränkte Bewegungsfreiheit.
  • Gefütterte Modelle ersetzen oft die Midlayer-Schicht, ungefütterte sind flexibler im Lagensystem.
  • Passform körpernah für Sport, etwas weiter für Alltag & Layering.
  • Smarte Details: verstellbare Bündchen, Kordelzug am Saum, Unterarm-Zips bei dichteren Modellen.
  • DWR-Imprägnierung regelmäßig auffrischen, um Abperleffekt und Atmungsaktivität zu erhalten.
  • Für Dauerregen zusätzlich eine leichte Hardshell im Rucksack einpacken.

Kaum eine andere Jacke ist so vielseitig einsetzbar wie eine gute Softshell – und genau das macht sie zum absoluten Must-Have in jedem Outdoor-Kleiderschrank.

Unsere Top-Softshellmarken bei SportFits

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich bei Regen einfach meine Softshell anbehalten?

Bei leichtem Nieselregen ja – die DWR-Imprägnierung lässt Tropfen abperlen. Bei längerem oder stärkerem Regen saugt sich der Stoff jedoch durch, weil Softshells keine verklebten Nähte und keine vollwertige Wasserdicht-Membran haben. Für solche Fälle gehört eine leichte Hardshell in den Rucksack.

Brauche ich unter einer Softshell noch eine extra Fleeceschicht?

Kommt aufs Modell an: Gefütterte Softshells mit Fleece-Innenseite liefern an kühlen Tagen genug Wärme, um die Midlayer-Schicht komplett zu ersetzen. Dünne, ungefütterte Modelle sind dagegen bewusst aufs Layering ausgelegt – hier kombinierst du je nach Temperatur mit Fleece oder leichter Isolation darunter.

Softshell oder Hardshell – reicht nicht eine von beiden?

Theoretisch ja, praktisch eher nicht. Die Softshell ist deine Arbeitsjacke für die meiste Zeit am Berg – bequem, atmungsaktiv und leise. Die Hardshell ist dein Backup für echtes Schlechtwetter. Viele erfahrene Bergsportler haben deshalb beides im Einsatz.

Kann ich eine Softshell auch als Midlayer unter einer Hardshell tragen?

Ja, vor allem dünne, ungefütterte Softshells eignen sich hervorragend als Zwischenschicht unter einer Hardshell. Achte darauf, dass die Kombination nicht zu eng sitzt und die Hardshell darüber noch genug Bewegungsfreiheit bietet.

Wie erkenne ich, ob meine DWR-Imprägnierung noch funktioniert?

Einfacher Test: Beträufle den Oberstoff mit etwas Wasser. Bilden sich saubere Tropfen, die abperlen, ist alles in Ordnung. Zieht das Wasser ein und hinterlässt einen dunklen Fleck, ist es Zeit für eine Auffrischung – entweder per Trocknergang oder mit Nachimprägnierung.

Ist eine Softshell mit Membran nicht einfach eine dünne Hardshell?

Nein – der Unterschied liegt im Material und in der Konstruktion. Membran-Softshells setzen auf elastische, weiche Stoffe und sind primär auf Windschutz und Komfort ausgelegt. Hardshells verwenden steifere Laminate mit verklebten Nähten und hohen Wassersäulen für dauerhaften Regenschutz.
 
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